Transplants – In A Warzone

Transplants – In A Warzone

TRANSPLANTS‘ wichtigste Mitglieder sind mit Sicherheit RANCID-Sänger Tim Armstrong sowie BLINK-182-Drummer Travis Barker. Und genau diese versuchen möglichst weit von dem Sound ihrer Hauptbrötchengeber weg zu kommen. Bei den TRANSPLANTS wurde Punk bisher mit Funk, Hip Hop und elektronischen Versatzstücken angereichert. „In A Warzone“ zeigt das Nebenprojekt der beiden Punk-Stars von einer etwas anderen Seite.
Wenn man gemein sein will, könnte man durchaus sagen, dass das TRANSPLANTS-Album wie B-Seiten von RANCID klingt. Wirklich viel unterscheidet das Material von „In A Warzone“ nicht von Armstrongs Hauptbeschäftigung. Zwar sind noch immer die gleichen Einflüsse vorhanden wie auch auf dem letzten TRANSPLANTS-Album, dem 2005er „Haunted Cities“, kommen diese aber nun in einer etwas zurück geschraubten Form vor.
Besonders die nach vorne drückenden Punk-Nummern wie ‚In A Warzone‘, ‚See To Believe It‘ oder aber ‚Any of Them‘ machen Spaß. Mit dem Gerappe vom ‚Something’s Different‘ kann ich persönlich aber nichts anfangen. Hier nehmen die Punk-fernen Einflüsse überhand, ohne wirklich interessant zu klingen. Auch wenn die Band bei ‚Gravestones and Burial Plots‘ auf einmal die Metal-Keule schwingt, kommt nur wenig bei mir rüber. Es fehlt vielen Songs etwas an Substanz und man könnte meinen, dass oft nur Part an Part geklatscht wird ohne das Gesamtbild im Auge zu behalten. Viele Momente wirken einfach deplatziert, wie die fern-östlichen anmutenden Sounds von ‚It’s A Problem‘, die mit Rap-Vocals kombiniert werden. Wer braucht so etwas?!
Die Musiker sollten wirklich bei ihren Hauptbands bleiben.
Spätestens dieses TRANSPLANTS-Album beweist, dass die Welt Barkers und Armstrongs gemeinsames Nebenprojekt nicht braucht. Obwohl der Großteil des Songmaterials sicherlich den ein oder anderen überzeugen könnte.

HiRock Festival 2013

HiRock Festival 2013 Loreley Freilichtbühne(01. – 02. Juni 2013) „Die Luft ist kühl und es dunkelt
Und ruhig fließt der Rhein
Der Gipfel des Berges funkelt
Im Abendsonnenschein“,
so lautet ein Vers aus Heinrich Heines „Loreleylied“. Diesen Vers kann man auch sehr gut auf das HiRock Festival 2013 anwenden, wenn von Nachmittags bis in die frühe Nacht hinein Rockgrößen wie WHITESNAKE, JOURNEY, TOTO, SURVIVOR, EUROPE oder neuere Bands wie H.E.A.T sich die Klinke in die Hand drücken.
Doch ist es gar nicht einmal so einfach von NRW aus auf den Loreleyfelsen zu kommen, da die heftigen Unwetter der Jahrhundertflut auch nicht vor St. Goar halt gemacht haben. Selbst die Fähre ist am zweiten Festivaltag nicht zu benutzen und man wird in das 11km entfernte Dorf geleitet um dort mit der Fähre kurz über den Rhein zu schippern. Doch ist man erst einmal auf der anderen Seite des Flusses ist es nur noch eine kurze Fahrt den Berg hoch und schon steht man auf dem Festival-Campingplatz, der nur zwei Gehminuten von der Freilichtbühne entfernt ist, die über dem Rhein thront.

English Version

Night Ranger – 24 Strings & A Drummer

NIGHT RANGER gehören zu den Bands, die in den frühen

80ern den Weg für den ganz großen Glam Metal-Boom

ebneten. Ähnlich wie QUIET RIOT hatte man ein, zwei mal

richtig Erfolg und verschwand dann in der Versenkung.

Anlässlich zum 30 jährigen Bestehen der Band, feiert

man sich selber aber mit einer Akustik-Show, die in einem netten

CD/DVD_Doppel veröffentlicht wird, die auf den Namen „24

Strings & A Drummer – Live & Acoustic“ hört.

Das Konzert ist in einer kleineren Halle eingefangen worden. Die Band

hat eine ordentliche Setlist zusammen gebastet, die keinen Hit der glorreichen Bandtage vermissen lässt. ‚Sister Charlatan‘ ist

genauso zu hören wie ‚Don’t Tell Me You Love Me‘ oder ‚(You

Can Still) Rock America‘. Die Jungs selber scheinen ziemlich viel

Freude an diesem eher intimen Konzert zu sein, welches die allseits

bekannten Songs in einem anderen Soundgewand präsentieren als

sonst. Zwöf Songs bietet das Konzert auf der DVD. Die CD

enthält noch ein Cover von ‚Boys of Summer‘ als Bonus,

Die DVD bietet neben dem schön eingefangenen und gut

klingenden Konzert auch noch eine kleine Doku über die Show,

in der die Musiker über die Karriere und alles weitere

reflektieren. Dazu gibt es noch das Musikvideo zu ‚Growin‘ Up In

California‘ sowie ein nettes Making-Of zum gleichnamingen

Comeback-Album von 2011.

„24 Strings & A Drummer“ ist ein nettes Livedokument von NIGHT

RANGER. Allerdings ist dies sicherlich nur empfehlendswert für

richtige Fans der Rocker. Der durchschnittliche Hörer wird mit

den regulären Studioalben mit Sicherheit glücklicher

werden.

Persistence Tour 2013

Bereits seit 2005 findet die jährliche PERSISTENCE TOUR in Europa statt. Damit ist sie dienstälter als die anderen Mamut-Touren wie Hell on Earth oder Never Say Die. Organisiert wird sie seit Jahr und Tag von MAD Booking. Für 2013 hat man wieder einmal HATEBREED als Headliner an Land ziehen können. Die Jungs um Jamey Jasta sind bereits zum dritten Mal Headliner der Tour. Mit AGNOSTIC FRONT hat man zudem eine der klassischen Old School Band mit an Bord. Für metallischere Klänge sorgen die Münsteraner NEAERA und wem das noch nicht hart genug ist, der kriegt von THE ACACIA STRAIN voll auf die Fresse.

Tourdaten

Wer Interesse hat, der kann die PERSISTENCE-Tour an folgenden
Daten erleben:

10.01. Berlin – Astra (Germany)
11.01. Lint –Eurocam Media Center (Belgium)
12.01. Oberhausen –Turbinenhalle (Germany)
13.01. Paris – Bataclan (France)
14.01. Saarbrücken – Garage (Germany)
15.01. Wiesbaden – Schlachthof (Germany)
16.01. Hamburg –Docks (Germany)
17.01. Stuttgart – LKA (Germany)
18.01. Lichtenfels – Stadthalle (Germany)
19.01. Dresden –Event Werk (Germany)
20.01. Tilburg – O13 (Netherlands)