Silverstein – This Is How The Winds Shift

Oha, es gibt wieder ein Konzeptalbum im Hause SILVERSTEIN. Das muss ja
nicht unbedingt schlecht sein, vor allem wenn man sich an das 2009er
Werk „A Shipwreck In The Sand“ erinnert. Viel eher sollte man sich
wundern, dass es schon wieder ein neues Werk der Kanadier gibt. 2011
„Rescue“, 2012 „Short Songs“ und nicht mal ein Jahr später
gibt es Album Nummer sieben, „This Is How The Winds Shift“.

Im Vergleich zu „Rescue“ hat sich eigentlich nicht geändert.
Irgendwo zwischen ohrwurmtauglichen Emo-Refrains, Post-Hardcore-Riffs
und dem ein oder anderen Metaleinfluss bewegen sich die 14 Nummern.
Thematisch wird behandelt in wiefern ein bestimmtes Ereignis das Leben
verändern kann. Dieses Ereginis wird aus verschiedenen
Blickwinkeln begutachtet, so dass jeder Song sein Gegenstück
hat wie etwa „This Is How“ als Gegenstück „The Winds Shift“
hat.

Insgesamt wirkt das neuste Album der Band um Sänger Shane Told
etwas mehr Härte und wirkt dreckiger. Schon der Opener ‚Stand
Amid The Roar‘ kommt schön rotzig daher, besticht aber wie so
oft durch den klaren Gesang und den ruhigeren Mittelteil. Man darf das
Publikum ja nicht verschrecken. Dieser Song alleine beweist schon das
gesamte Spektrum von „This Is How The Winds Shift“. Es gibt wie immer
unwiederstehliche Refrains und melodische Parts, härte
Stellen, die auf den Konzerten für viel Bewegung sorgen werden
und der ein oder andere ruhige Moment. SILVERSTEIN haben ihr
Wechselspiel auf Härte/Melodie, schnell/langsam immer weiter
perfektioniert.
Allerdings vermisse ich etwas die Leichtigkeit, die auf „Discovering
The Waterfront“ mitschwang und auch auch „A Shipwreck In The Sand“ hin
und wieder zu spüren war. Man merkt schon, dass die Jungs ihre
Musik sehr ernst nehmen, vielleicht ein bisschen zu sehr. Vielleicht
war früher aber auch einfach nur alles besser. Denn
für ein siebtes Album kann man SILVERSTEIN absolut nichts
ankreiden. Die Songs sind genau so wie man sie von den Kanadiern
hören will. Man hat Ohrwürmer wie ‚Massachussets‘
oder ‚Hide Your Secrets‘ und keinen Ausfall dabei. Nur wenige Bands der
alten Emo-Garde können 2013 noch von sich behaupten konstant
gute Ware abzuliefern.