Red Cross 1963

red cross 1963

 

Heute haben fast 200 Staaten die Genfer Abkommen ratifiziert, die den Kern des humanitären Völkerrechtes bilden. Immer noch ist das internationale (IKRK) Wächter dieser Abkommen und der uneingeschränkten Würde, der Rechte und des Lebens der Menschen in den vielen Kriegsgebieten dieser Welt. Es gibt mehr als 180 nationale Rot-Kreuz- oder Rot-Halbmond-Gesellschaften weltweit. Sie alle setzen sich ein für Menschen in Not.

Die Gesellschaften sind besonders aktiv in der Katastrophenhilfe und Vorsorge, dem Gesundheits- und Sozialwesen, der Verbreitung humanitärer Werte und Prinzipien. Auch das Deutsche Rote Kreuz gehört zur internationalen Förderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften. Sie war 1919 gegründet worden und koordiniert neben der Betreuung in den Kriegsgebieten die Hilfe bei Naturkatastrophen, Erdbeben, Vulkanausbrüchen, Überflutungen, aber auch bei großen Flüchtlingsströmen von Menschen, die in ihrer Heimat bedroht sind und kein Zuhause mehr finden.

 

Rotes Kreuz und Henry Dunant

red cross 1963

Henry Dunants Buch „Eine Erinnerung an Solferino“ wurde 1862 veröffentlicht. Hier schlug er vor, in jedem Land eine neutrale, unabhängige Hilfsorganisation zu gründen, die im Kriegsfall allen Bedürftigen Schutz und Pflege zukommen lassen sollte. Die Idee war revolutionär und fand Gehör. Kurze Zeit später gründete
Dunant mit Gleichgesinnten das „Internationale Komitee vom Roten Kreuz“. 1864 trafen Diplomaten aus aller Welt zu einer Konferenz zusammen. Sie einigten sich auf die erste Genfer Konvention zur Verbesserung der Lage verwundeter und kranker Soldaten. Viele Jahre nach dem ersten und Zweiten Weltkrieg folgten weitere Verträge. 1912/13 wurden zahlreiche regionale Vereine des Roten Kreuzes in Deutschland gegründet. Sie begehen derzeit ihre hundertjährigen Jubiläen.
red cross 1963