Foals – Holy Fire

Foals – Holy Fire

zweiten Alben „Total Life Forever“, welches zwischenzeitlich ruhiger und insgesamt erwachsener klang, war schon recht gewaltig. Mit „Holy Fire“, dem dritten Werk der Briten, scheint man aber nun seinen Sound gefunden zu haben.

„Total Life Forever“ habe ich ziemlich oft gehört. FOALS nahmen ihren etwas anspruchsvolleren, aber stets tanzbaren Indie-Sound und hievten ihn auf ein neues Level. Mal flotter, mal langsamer, dafür stets erwachsener und mutiger. Indie-Hymnen wie ‚Cassius‘ oder ‚Baloons‘ fand man nicht mehr so wirklich. Viel eher konnte man sich mit schönen Soundlandschaften und tollen Nummern auseinandersetzen, die auch nach dem 30. Hördurchgang nicht langweilig wurden und immer noch neue Details offenbarten.

„Holy Fire“ steht „Total Life Forever“ in nichts nach. Stilistisch bewegen sich die beiden Werke auf ähnlichem Terrain. Trotzdem schaffen die FOALS es den Hörer zu überraschen.

Allein das vier Minuten lange instrumentale Intro ‚Prelude‘ hätten sich nur wenige Bands getraut. Über vier Minuten wird der Hörer durch den steigenden Aufbau immer weiter in das Album eingeführt. ‚Inhaler‘, der eigentliche Opener, ist dann eine recht flotte Nummer, die keinen Fan der Engländer enttäuschen sollte. Insgesamt ist die erste Hälfte von „Holy Fire“ etwas tanzbarer als die Zweite. Auch die erste Single ‚My Number‘ oder ‚Bad Habit‘ sind allesamt sehr gute Songs.

Albumhälfte Nummer zwei hingegen setzt etwas mehr auf Atmosphäre, was schließlich im grandiosen Abschluss ‚Moon‘ gipfelt. Die Abschlusstracks der ersten beiden Alben waren stets ein Highlight, aber mit ‚Moon‘ treiben FOALS es auf die Spitze. So traurig/emotional klang die Band selten. Diese Nummer kann man ohne schlechtes Gewissen, als eine der besten FOALS-Kompositionen bezeichnen.

„Holy Fire“ ist vielleicht keine so große stilistische Veränderung wie „Total Life Forever“ damals, doch hat man es mit einem starken Album zu tun. Kein Fan sollte enttäuscht sein.