Wie Netzwerke ich richtig

eco Sommerfest 2016

Gutes Netzwerken will gelernt sein

eco Sommerfest 2016Als wir die Schule mit dem Abschluss in der Tasche verließen, löste das pure Erleichterung aus. Nie mehr in eine neue Klasse kommen, in der man niemanden kennt! Doch bereits auf der Hochschule ging es weiter und im Leben setzt sich dieser rote Faden fort: neue Leute lernt man immer auf die gleiche Weise kennen. Das gilt auch für das berufliche Netzwerk. Mit der Mitgliedschaft in einem Unternehmerclub oder ähnlichen Vereinigungen ist ein wichtiger erster Schritt getan. Und doch ist das nur der Anfang sinnvollen Netzwerkens…

Vorher informieren: wer wird da sein?

Vereinigungen, die sich persönlich treffen, haben den Vorteil, dass man sich von Angesicht zu Angesicht gegenüber steht und doch vorher Informationen einholen kann. Die meisten Events veröffentlichen vorab eine Teilnehmerliste, denn wenn niemand dort sein wird, für den man sich interessiert, braucht man dort selbst auch nicht zwingend zu erscheinen. Die interessanten Teilnehmer sollte man sich mit Namen und Gesicht merken und sich an ihren Online-Profilen bei XING oder LinkedIn orientieren. Haben sie dort eine interessante Fähigkeit, eine gemeinsame Station oder einen gemeinsamen Kontakt stehen? Wie sieht es mit privaten Interessen aus, was lässt sich darüber herausfinden? Tipp: es ist übrigens auf solchen Events relativ normal, einander darauf anzusprechen, dass man sich vorher informiert und etwas Spannendes auf einem Online-Profil entdeckt hat…

Neue Gesprächsteilnehmer sind erlaubt

Die Vorbereitung ist getätigt, das Event beginnt – und die Teilnehmer stehen schon in kleinen Grüppchen beieinander, als würden sie sich jahrelang kennen. Manche haben sich sicherlich schon vorher gesehen, aber es ist nicht wie auf einer privaten Veranstaltung, auf der die Grüppchen unter sich bleiben wollen. Einfach dazustellen und auf einen günstigen Moment warten, in die Unterhaltung einzusteigen! Wenn dieser nicht kommt oder das Thema irrelevant ist, dann geht’s weiter zum nächsten Club-Grüppchen. Auf Business- und Networking-Events darf man sich in den meisten Fällen überall dazugesellen und soll das auch, niemand will nur die alten Gesichter wiedersehen.

Gespräche nach Plan

Bei der Vorbereitung und Sichtung der Event-Teilnehmer hat man nach einem bestimmten Schema gesucht. Der eine Teilnehmer sucht nach Investoren, der andere möchte jemanden mit einer bestimmten Kernkompetenz kennen lernen. Diese Ziele sollte man beim Netzwerktreffen konsequent verfolgen. Sicherlich gibt es die eine oder andere Gelegenheit, bei der man in Gespräche verwickelt wird, die damit nichts mehr zu tun haben, weil man beispielsweise selbst von jemandem angesprochen wurde. Wenn man aber selber auf jemanden zugeht, den man sich gemerkt hat, sollte man bis auf den Smalltalk zum Einstieg zur Sache kommen, damit der Gesprächspartner erkennt, dass das Gespräch für ihn sinnvoll ist und er seine Zeit investieren sollte.

Wie funktioniert der Gesprächseinstieg?

Echte Netzwerk-Profis können in jedes noch so verschlossene Grüppchen vordringen und diejenige Person für sich erobern, die sie wirklich interessiert. Doch nur wenige von uns sind bei diesem Thema so gelassen, für die meisten von uns ist Networking Stress. Und zwar deswegen, weil wir mit jedem potenziell spannenden Kontakt ins Gespräch kommen müssen! Smalltalk ist dabei der Türöffner. Steht der Kontakt gerade am Buffet? Dann nichts wie hin, um nach seiner Empfehlung zu fragen! Oder diskutiert er gerade angeregt mit einigen anderen zu einem Thema, zu dem man sich selbst fachkundig äußern kann? Einfach dazustellen und auf einen guten Moment warten, um selbst etwas zur Diskussion beizutragen. Der gewünschte Gesprächspartner wird dadurch schnell aufmerksam und man kann sich ihm zuwenden. Wenn sich keine solche Gelegenheit ergibt, kann man auch auf den gewünschten Kontakt zugehen und ihn direkt auf das Anliegen ansprechen – schließlich sind alle Teilnehmer aus geschäftlichen Gründen hier.

Gesprächsleitfaden: Was kann ich für dich tun?

Ein beliebter Bewerbungstipp gilt auch fürs Netzwerken. Ein potenziell interessanter Kontakt will vor allem wissen, was jemand Neues für ihn tun könnte – nicht, welche Stationen im Lebenslauf stehen. Beim Netzwerken sollte schnell kommuniziert werden, was die jeweiligen Ziele sind und wie sie dem jeweils anderen nützen könnten. Jemand, der einen Investor sucht, muss dabei mit möglichen Gewinnaussichten ins Feld ziehen. Wer dagegen ein neues Talent für den HR-Bereich sucht, sollte die USPs des eigenen Unternehmens als Arbeitgeber parat haben. Dieses Muster kennt man von sich selbst. Gesprächspartner, bei denen man sich fragt, welchen Vorteil man nun aus dieser Verbindung ziehen würde, wirken eher uninteressant – kann man dagegen sofort erkennen, dass die Vernetzung Sinn macht, ist man eher bei der Sache. Das gilt auch für die anderen Teilnehmer.

 

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