Bedruckte Kugelschreiber

bedruckte Kugelschreiber e-trado

Kein Schreibgerät ist heute populärer als der Kugelschreiber. Im Schnitt besitzt jeder Deutsche heutzutage im Durchschnitt 13 Kulis. Dabei ist in Buenos Aires erst vor 70 Jahren, das Prinzip mit der kleinen Kugel, zum Patent angemeldet worden. Für den klecksfreien Stift, der in vielen Ländern der Welt nach seinem am 29. September 1899 in Budapest geborenen Erfinder benannt ist, wird in Deutschland im Sprachgebrauch meist die Kurzform „Kuli“ benutzt.
Es wird erzählt, László József Bíró hätte seine Tochter Marina dabei beobachtet, wie sie ihre Zöpfe in ein Tintenfass tauchte. Oder inspirierte den ungarischen Versicherungsmakler die Wasserspur einer Murmel, nachdem sie durch eine Pfütze gerollt war? Vermutlich waren es verschiedene Begebenheiten, die den passionierten Maler, Autorennfahrer und Hypnotiseur auf die Idee brachten, den Kugelschreiber zu erfinden. László József Bírós Bruder György, der Erfinder Andor Goy und die Gebrüder Kovalszky waren ebenfalls an der Erfindung des Kulis beteiligt.
Das Patent für den „Go-Pen“, wie er noch heute in Ungarn genannt wird, erhielt Bíró im April 1938. Im 2. Weltkrieg musste László József Bíró mit seiner jüdischen Frau nach Argentinien emigrieren. Dort produzierte er seine Schreibgeräte in kleiner Stückzahl. Erst als Bírós Erfindung ab 1945 in den USA auf dem Markt kam, wurde der Kugelschreiber zum beliebten Massenprodukt.
Auch im Zeitalter moderner Kommunikation via SMS und E-Mail hat er nichts von seiner Beliebtheit eingebüßt und wird seinen im November 1985 mit 86 Jahren verstorbenen Urheber vermutlich noch weitere Jahrzehnte und in vielen Varianten (z.B. als bedruckter Kugelschreiber) überdauern.