Polhavet

Raritäten – beginn einer geheimnisvollen Reise durch die Recherche Amundsens
Polhavet

Bereits damals waren sie heiß begehrt. Keine Raritäten, jedoch seltene und vor allem besondere Exemplare. Die Rede ist von Ansichtskarten. Postkarten mit einem viersprachigem Vordruck in norwegisch, deutsch, englisch und französisch. Das Motiv jedoch wurde regelmäßig geändert.
Sie alle sollten eines gemeinsam haben: eine meist lange Reise auf der Fram durch Polhavet – das berühmte Polarmeer. Doch ist dem denn auch wirklich so?

Fängt man an zu recherchieren, entstehen immer mehr Zweifel. Der offizielle Stempel der Fram, der zum Entwerten der Briefmarken verwendet wurde, zeigt oftmals Daten von 1918 oder 1924 auf. Konnten die Postkarten zu dieser Zeit wirklich noch mit der Fram befördert werden, so wie es der Vordruck besagt? „Diese Karte wird von der „Fram“ über das Polarmeer befördert und danach dem Absender per Post zugesandt“ – so das offizielle Statement auf den jeweiligen Karten.
Je länger man sich mit den Karten beschäftigt, desto mehr Fragen werden aufgeworfen. Warum gibt es diese Karten? Welchen Zweck sollten sie dienen? Waren sie überhaupt jemals auf einem Schiff im Polarmeer? Wenn doch, auf welchem Schiff genau und zu welchem Zweck?

Sämtliche Erklärungen führen über einen Namen: Roald Engelbregt Gravning Amundsen.
Der norwegische Forscher, einer der größten und wichtigsten aller Zeiten, hat mehr mit den Postkarten zu tun, als vielleicht erwartet wird. Ohne ihn hätte es diese Postkarten niemals gegeben!

Die Geschichte der Postkarten hängt mit der Geschichte Amundsens zusammen. Die Wahrheit über die Ansichtskarten findet sich in Amundsens Wünschen, seiner Cleverness, seinem unbändigen Willen und seinen zielgerichteten Ideen.
Roald Amundsen selbst steckte sich sehr hohe Ziele, war fast besessen davon ewigen Ruhm zu erreichen. Da weder er noch seine Familie gut betucht waren, musste er zwangsläufig innovative Wege einschlagen, um seine vielen Expeditionen und Projekte finanzieren zu können. Amundsen war seiner Zeit in diesem Aspekt evtl. ein wenig voraus. Er ging große Risiken ein, versuchte sich impulsiv an neuen Ideen. Der Forscher Roald Engelbregt Gravning Amundsen ging sogar so weit, dass er die ganze Welt um sich herum anlog.

Zwar können die Erklärungen über die Ansichtskarten nur gefunden werden, wenn man Amundsens Geschichte kennt, dies ist jedoch nicht der einzige Faktor. Von sehr hoher Bedeutung sind seine Expeditionen. Angefangen bei der Belgica-Expedition zum Südpol, über das Durchfahren der Nordwestpassage und dem weltbekannten Wettrennen zum Südpol mit Robert Falcon Scott bis hin zur Erforschung der Nordostpassage. Doch nicht nur seine Expeditionen selbst, sondern auch die Art und Weise der Finanzierung spielt eine große Rolle.

Nicht zu vergessen waren seine Schiffe, welche er explizit für seine Expeditionen einsetzte – die Gjoa sowie vor allem die Fram und die Maud. Nur wenn alle Puzzleteile zusammengefügt werden können, ist es möglich, die wirkliche Wahrheit über die Postkarten zu finden und zu verstehen.
Doch leider ist das Puzzle nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick erscheint. Es Bedarf einer tiefgründigen Recherche, dem Studieren vieler verschiedener Quellen und dem Herausfinden der Wahrheit.

Amundsens Geschichte ist voll von Widersprüchen und geheimnisvollen Elementen. Er sicherte sich stets gern auf seinen Expeditionen zu, das Recht als Einziger darüber berichten zu dürfen. Seine Crewmitglieder mussten Verträge unterschreiben, welche ihnen Selbiges untersagten. Erst Jahre später, nach Amundsens Tod, veröffentlichten einige von ihnen ihre eigene Version der Geschehnisse. Oftmals mit Widersprüchen zu den Erzählungen Amundsens. Auch über Amundsens Gesundheitszustand herrscht noch immer Unklarheit – er selbst leugnete stets erkrankt zu sein, Weggefährten behaupten jedoch Gegenteiliges.

Polhavet mit seltenem Überdruck (unten Links)
Polhavet mit seltenem Überdruck (unten Links)

In den nächsten Abschnitten (IN KÜRZE AN DIESER STELLE) finden sich zur weiteren Aufklärung somit auch weitere Informationen zur wirklichen Ereignisfindung über die Finanzierung zu den jeweiligen Expeditionen und lassen diese zusätzlich durchleuchten. Zudem wird die Geschichte der Fram und Maud sowie die von Amundsen selbst zur Wahrheitsfindung zusammengetragen.

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