Katy Perry – Teenage Dream

 

Katy Perry – Teenage Dream

Sie hätte genauso gut ein One-Hit-Wonder sein können mit ihrem weltweiten Nummer 1-Hit ‚I Kissed A Girl‘. Aber sie legte mit ‚Hot ’n‘ Cold‘ eine weitere Nummer 1-Single nach. Zwei astreine Pop-Nummern, welche allerdings aus dem Debütalbum herrausstachen. Nicht qualitativ sondern stilistisch. KATY PERRY zeigte sich sonst rockiger und gitarrenlastiger. Die EMI schickte sie genau deshalb auch 2008 auf die Vans Warped Tour wo sie sich die Bühne mit Bands wie BRING ME THE HORIZON, THE DEVIL WEARS PRADA, RISE AGAINST, AS I LAY DYING oder ALL TIME LOW teilte. Man wollte zeigen, dass sie eben kein (reines) Pop-Sternchen wie BRITNEY SPEARS oder LADY GAGA ist.

Zwei Jahre später klingt man auf „Teenage Dream“ aber deutlich poppiger. Einmal am Booklet gerochen, riecht man wie das neue Album klingt: süß (ja, es riecht wirklich nach Kaugummi oder Zuckerstange). Allein ihre neue Hit-Single ‚California Gurls‘ ist ein Ohrwurm vor dem Herren. Auf eine angenehme Art kitschig und süß, dabei eingängig ohne Ende. So schnell wird einen der Song einfach nicht los. Das ganze Album klingt sehr nach einem Ort mit pinken flockigen Wolken-Straßen mit Zuckerstangen-Laternen und schönen Lebkuchenhäusern.

Gitarren findet man hier keine mehr. Dafür überzeugt PERRY mit verschiedenen Klangfarben. Mal wie bereits beschrieben süß und unschuldig, mal kommen aber auch leicht prollige dreckige Beats zum schuss wie in ‚E.T.‘ oder ernstere Töne bei dem großartigen Mid-Tempo-Pop-Song ‚The One That Got Away‘, welcher zu den Glanzleistungen der Sängerin zählt, oder dem Anti-Kriegssong ‚Who Am I Living For‘. Mit ‚Not Like The Movies‘ gibt es zum Ende noch eine schicke Klavier-Ballade über die Illusionen von Teenager-Liebe, obwohl die aus dem Alter eigentlich raus ist und bald unter der Haube ist (damn!).

Trotz weniger Rock auf „Teenage Dream“ ist KATY PERRY ein ausgesprochen gutes Album gelungen. Kein Ausfall, dafür eine Menge guter und vielseitiger Ideen, bei denen sie immer in den Songwriter-Credits auftaucht. Eine perfekte Sommerplatte für den Beginn des Herbsts, die sich vor „One Of The Boys“ nicht verstecken muss, sondern viel eher auf Augenhöhe steht.

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